Erfolgskonzept Sicherheit -
30 Jahre DEKRA und DTM

Mit viel Leidenschaft und Engagement hat sich DEKRA seit den 1960er Jahren dem Motorsport und der Sicherheit im Motorsport verschrieben. Bereits seit 1984 sind Mitarbeiter von DEKRA als Technische Kommissare (TK) in der DTM tätig, die damals noch Deutsche Produktionswagenmeisterschaft hieß. Die Neutralität und ausgewiesene Expertise von DEKRA waren und sind ein Garant für Sicherheit und Chancengleichheit – damals als ONS-*, heute als DMSB-Sachverständige.

1989 wurde der Einsatz von DEKRA bei der DTM ausgebaut und das DEKRA Logo fand sich auf den Startnummern der Rennfahrzeuge wieder. Dies war der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die jetzt bereits ihr 30-jähriges Jubiläum feiert.

*ONS = Oberste Nationale Sportkommission,
Vorgängerorganisation des DMSB (Deutscher Motor Sport Bund).

Kontinuierliche Weiterentwicklung im Auftrag der Sicherheit

Die permanente Verbesserung der Sicherheit von Mensch und Material sowie die unabhängige und neutrale Überwachung der technischen und sportlichen Regularien steht für unsere Experten bei der DTM im Fokus.

Seit dem Comeback der neuen DTM als Deutsche Tourenwagen Masters im Jahr 2000 wird der personelle Einsatz von DEKRA sukzessive ausgebaut und an die technischen Erfordernisse angepasst. Rund ein Dutzend ausgewiesene DEKRA Spezialisten ist heute für die operative Durchführung der Technischen Abnahme in der DTM verantwortlich. Aufbauend auf jahrzehntelanger Erfahrung wird DEKRA auch in Zukunft mit Kompetenz und großer Leidenschaft für den Motorsport einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit von Fahrern, Mechanikern, Streckenposten und Zuschauern leisten.

2019: Neuer Motor. Neue Regeln - der Hohe Qualitätsanspruch von DEKRA bleibt

2019 nimmt die DTM mit einigen technischen Neuerungen frischen Fahrtwind auf. Im Zentrum steht dabei der neue 4-Zylinder-Turbomotor mit ca. 610 PS, der Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 300 km/h ermöglicht. Der verbaute Fuel-Flow-Restriktor limitiert die Kraftstoffzufuhr und realisiert über einen Bypass ein Push-to-Pass-System – packende Duelle und spannende Überholmanöver sind daher vorprogrammiert.

In Anlehnung an die Fahrzeuge der japanischen Super GT-Serie ist der Heckflügel sichtbar breiter geworden und verfügt zudem über eine DRS-Funktion. Die kontinuierliche Erhöhung der Einheitsbauteile auf nun mehr als 100 Teile soll noch einmal zu einer signifikanten Reduktion der Entwicklungs- und Materialkosten führen. Mit großem Einsatz und viel Akribie stellen sich die DEKRA Experten auch im Vorfeld dieser Saison den enormen Herausforderungen des neuen Reglements, um weiterhin zusammen mit dem DMSB bestmöglich gleiche Voraussetzungen für alle Wettbewerber zu gewährleisten.

Sicherheit auf der Pole-Position

2000 brachte die Einführung der so genannten Sitzkiste (einer Kohlefaserstruktur rund um den Fahrer), die den Schalensitz früherer Jahre ersetzte, eine beachtliche Steigerung in Sachen passiver Sicherheit. Das 2012 eingeführte Sicherheitskonzept stellt jedoch einen bis dahin bei Tourenwagen nicht gekannten Entwicklungssprung bei der Verbesserung der Fahrersicherheit dar.

Mit dem Carbon-Monocoque einschließlich eines optimierten Kopfschutzes, der Überrollstruktur aus hochfestem Stahl aus dem Flugzeugbau sowie Front-, Heck- und Seitencrashelementen war man in einen neuen Bereich vorgestoßen. DEKRA übernahm als offizieller Technischer Partner der DTM sämtliche statischen und dynamischen Tests sowohl für die Entwicklung als auch für die abschließende Homologation in den FIA-lizenzierten Testzentren DATC in Klettwitz und CTC in Neumünster. Dieses Sicherheitskonzept gilt weiterhin als weltweit richtungsweisend und wird in der Saison 2019 durch die Einführung eines einheitlichen Feuerlöschsystems nach neuestem FIA-Standard ergänzt.

Technische Präzision bis in kleinste Detail

2010 hat DEKRA einen weiteren großen Schritt in Sachen Genauigkeit bei der Vermessung der Fahrzeuge getan. Da die Aerodynamik eines Rennfahrzeugs bekanntermaßen von entscheidender Bedeutung für das Leistungsvermögen ist, können selbst kleinste Abweichungen mitunter große Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit haben.

Während in den Anfängen der neuen DTM ab 2000 die äußere Kontur überwiegend durch Schablonen und Messungen mit einer Messbrücke in Verbindung mit Maßband und Laser erfasst wurde, entschloss sich DEKRA im Jahr 2010 ein taktiles 3D-Messsystem einzuführen. Dieses wurde 2011 um einen 3D-Scanner ergänzt. Die beim DMSB als Homologation hinterlegten CAD-Daten der Fahrzeuge können so mit Hilfe dieser neuen Messmethode sehr exakt überprüft werden. Seit 2018 ergänzt die technische Hightech-Innovation Augmented Reality den Bereich der Technischen Abnahme. Stetige Weiterentwicklung im Bereich der Messmittel und -methoden ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Regelkonformität von Rennfahrzeugen und damit zur Verbesserung der Chancengleichheit.

Aus Leidenschaft zum Motorsport

DEKRA engagiert sich für Sicherheit im Motorsport und prüft im Auftrag des DMSB Rennwagen aller Art. Neben der Rolle als offizieller Technischer Partner der DTM ist DEKRA als Seriensponsor bei verschiedenen Rennformaten, u. a. der ADAC GT Masters, der ADAC Formel 4 und der ADAC TCR Germany, ein fester Bestandteil der Motorsportwelt geworden. Seit 2018 engagiert sich DEKRA außerdem in der DEKM (Deutsche Elektro-Kart-Meisterschaft) und steht den Serienverantwortlichen bei technischen Fragen mit Expertise, zum Beispiel bei der Homologation des E-Antriebssystems, zur Seite.

Das Bekenntnis von DEKRA zum Motorsport an sich und speziell zu Sicherheit, Chancengleichheit und auch Nachwuchsförderung ist nach wie vor ungebrochen. 30 Jahre Partnerschaft von DEKRA und DTM stellen dies mehr als eindrucksvoll unter Beweis. DEKRA als globaler Partner für eine sichere Welt von morgen. Dieses Bild umfasst konsequenterweise auch den Motorsport mit all seinen technologischen Herausforderungen, denen sich DEKRA weiterhin mit ausgewiesener Expertise, aber auch mit Herzblut und Freude an den Emotionen, die dieser Sport zu bieten hat, stellen wird.