Die DTM-Saison 2019

Das größtmögliche Maß an Sicherheit, kontrolliert durch DEKRA, ist wichtig für alle Beteiligten. Zumal die DTM 2019 mit einem neuen Motorenreglement noch einmal gewaltig an Geschwindigkeit zulegt.

Der Antrieb der Class-1-Rennfahrzeuge von Audi, Aston Martin und BMW ist das Kernstück der Neuerungen: Statt den bisherigen V8-Saugmotoren kommen moderne Vierzylinder-Turbomotoren mit 2,0 Litern Hubraum zum Einsatz. Und damit einher geht ein erhebliches Leistungsplus: Die neuen DTM-Motoren verfügen über rund 610 PS und ermöglichen eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Und das bei einer Gewichtsreduzierung der Fahrzeuge auf 986 Kilogramm. Das macht die DTM so schnell wie nie zuvor! Um den Änderungen beim Antrieb Rechnung zu tragen, wurde auch das Autodesign modifiziert. Vor allem an der Fahrzeugfront sind die Neuerungen gut zu erkennen: Damit Motor und Bremse mehr Kühlluft zugeführt werden kann, haben die Autos größere Öffnungen erhalten. Neu gestaltete Front- und Heckdiffusoren sowie Unterböden nach Vorbild der japanischen Super GT-Serie runden die technischen Anpassungen ab.

2019 können die Piloten zudem auf zwei Überholhilfen zurückgreifen: Das bewährte Drag-Reduction-System (DRS) erlaubt den Fahrern, per Knopfdruck den Heckflügel aufzuklappen und so den Luftwiderstand zu verringern. Auf diese Weise ist ein höherer Topspeed möglich. Eingesetzt werden kann das DRS ab einem Abstand von drei Sekunden zum Vordermann und ohne jede Einschränkung in den letzten fünf Rennrunden – allerdings nicht vom Spitzenreiter.

Eine Neuerung für die DTM-Saison 2019 ist das sogenannte Push-to-Pass-System. Hier können die Piloten für kurze Zeit eine Zusatzleistung von 30 PS abrufen. Aber Achtung: Pro Rennen kann die Extraleistung nur zwölf Mal je Fahrer aktiviert werden.

Der Rennkalender umfasst dieses Jahr lediglich neun statt zehn Stationen. Nicht mehr dabei sind der Hungaroring in Ungarn, der Red-Bull-Ring in Österreich und Zandvoort in den Niederlanden. Mit Zolder in Belgien und Assen in den Niederlanden stoßen jedoch gleich zwei Strecken neu dazu. Für Assen ist es die DTM-Premiere, für Zolder ein Comeback: Auf der Rennstrecke bei Hasselt wurde 1984 das erste DTM-Rennen ausgetragen.

Darüber hinaus sind im DTM-Kalender 2019 die bekannten Größen vertreten: Den Auftakt macht Hockenheim am 4./5. Mai. Das „fränkische Monaco“, der Norisring in Nürnberg, wird am 6./7. Juli als Saisonhöhepunkt angesteuert – direkt nach dem Italien-Ausflug nach Misano, wo vergangenes Jahr die ersten DTM-Nachtrennen bestritten wurden. 2019 finden die Läufe aber bei Tageslicht statt. Nach Stationen in Brands Hatch, am DEKRA Lausitzring und am Nürburgring setzt wiederum Hockenheim am 5./6. Oktober den Schlusspunkt der Saison. Dann bereits mit japanischer Beteiligung: Honda, Lexus und Nissan schicken je ein Fahrzeug nach Hockenheim und fahren beim DTM-Finale mit. Später folgt das „Rückspiel“ der DTM-Marken in Fuji (Japan).

Erst einmal aber steht der heimische Wettbewerb auf dem Programm, und damit die erste Saison nach dem Rückzug von Mercedes-Benz. Die DTM-Traditionsmarke hatte sich 2018 mit dem Gewinn aller Titel aus der Rennserie verabschiedet. Doch Ersatz ist schon vorhanden: Der traditionsreiche britische Sportwagenhersteller Aston Martin steigt ein. Das Rennprojekt versteht sich als Zusammenarbeit zwischen dem Einsatzteam R-Motorsport und der Motorenschmiede HWA. Mit Paul di Resta wechselt ein Ex-Champion zu den Newcomern, mit Jake Dennis und Ferdinand Habsburg fahren gleich zwei von fünf DTM-Neulingen für Aston Martin. Ebenfalls zwei Rookies starten für das Audi-Kundenteam WRT: Jonathan Aberdein und Pietro Fittipaldi, der Enkel des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi. BMW sicherte sich zudem die Dienste von Sheldon van der Linde.

Erstmals seit Jahren sind die Hersteller unterschiedlich stark in der Startaufstellung vertreten: Audi und BMW haben je sechs Werksautos, Newcomer Aston Martin setzt vier Fahrzeuge ein. WRT als einziges Kundenteam stellt weitere zwei Audi DTM-Boliden.

Mit René Rast, Paul di Resta, Mike Rockenfeller, Bruno Spengler und Marco Wittmann greifen sieben ehemalige DTM-Titelträger ins Lenkrad, insgesamt neun von 18 Piloten haben in der DTM bereits gewonnen. Und selten zuvor war die Favoritenfrage so schwer zu beantworten. Umso wichtiger ist die enge Zusammenarbeit zwischen DTM und DEKRA für einen ausgeglichenen und sicheren Wettstreit auf der Rennstrecke.

Was auch optisch gut zu erkennen ist: Das markante grüne Logo der Sachverständigen-Organisation prangt auch in diesem Jahr auf jedem DTM Fahrzeug. Deutlicher und sichtbarer kann nicht dokumentiert werden: DEKRA und die DTM – das gehört einfach zusammen. Denn für DEKRA ist diese Partnerschaft nicht nur Sponsoring, sondern Kernkompetenz mit Leidenschaft. Und das seit 30 Jahren.

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