c Von Null auf Hundert in die Königsklasse - DEKRA Motorsport

Von Null auf Hundert in die Königsklasse

In der Formel 1 beginnt 2018 eine neue Ära: Der Automobil-Weltverband (FIA) schreibt erstmals in der Geschichte der Motorsport-Königsklasse den Einsatz eines Cockpitschutz-Systems vor. Auch der Renault R.S. 18 von Nico Hülkenberg ist mit „Halo“ ausgestattet. Und DEKRA fährt mit: Die Sachverständigen-Organisation geht seit bereits 14 Jahren als Partner von Nico mit auf die Rennstrecke.

Das Sponsoring von Hoffnungsträgern im Grand-Prix-Sport hat bei DEKRA bereits Tradition: 1991 stieg das Unternehmen aus Stuttgart als Partner von Michael Schumacher in die Formel 1 ein. 1994 und 1995 gewann Michael auf Benetton als erster deutscher Rennfahrer den WM-Titel, die Bilder von ihm und seiner DEKRA Kappe gingen um die Welt. Bis zum Ende der achtjährigen Partnerschaft nach der Rennsaison 1999 jubelte Michael über unzählige Grand-Prix-Siege als Markenbotschafter von DEKRA.

Seit 2004 fördert DEKRA die Karriere von Nico und begleitete den heute 30-Jährigen schon im Kartsport. Und wieder erwies sich das DEKRA Sponsoring als Erfolgsstory. Denn Nico meisterte nicht nur den Umstieg auf das Rennauto mit Bravour, sondern legte in den Nachwuchsklassen einen rasanten Aufstieg hin. Spätestens mit dem überlegenen Titelgewinn in der A1GP-Nationenserie für Team Deutschland und dem Gesamtsieg in der Formel 3-Euroserie hatte er die Aufmerksamkeit der Formel 1-Teams erregt. Sein Einstieg in den Grand-Prix-Sport zur Saison 2010 war die logische Konsequenz. Inzwischen zählt Nico zu den Topstars der Formel 1 und gilt als Qualifying-Spezialist. Mit dem Team Renault Sport F1 peilt der Rennfahrer aus Emmerich am Rhein 2018 im 14. Jahr der Partnerschaft mit DEKRA seinen ersten Podestplatz an.

Als Fahrzeug steht Nico der neue gelb-schwarze Renault R.S. 18 zur Verfügung. Das Auto versteht sich als konsequente Weiterentwicklung des Vorjahresmodells R.S. 17, dem ersten Renault Boliden unter dem zur Saison 2017 neu eingeführten Formel 1-Reglement. Doch vieles ist neu am aktuellen Dienstwagen von Nico: Die auffälligste Änderung ist der neue Cockpitschutz Halo, der ab 2018 verbindlich von allen Teams eingesetzt werden muss. Der aus Titan gefertigte Überrollbügel ist direkt am Chassis angebracht und soll Trümmerteile und herumfliegende Reifen vom Fahrer fernhalten. Die Konstruktion ist äußerst stabil: Bei Crashtests muss Halo einer Belastung von 125 Kilonewton widerstehen und darf sich unter dem Druck von rund 12.500 Kilogramm nicht um mehr als 17,5 Millimeter verformen – damit die Sicherheit des Piloten selbst im Falle eines schweren Unfalls gewährleistet ist.

Angetrieben wird Nicos R.S. 18 von einem 1,6-Liter-Turbomotor des Typs Renault R.E. 18 und von einem 120 Kilowatt starken Elektromotor, was das Fahrzeug zu einem Hybrid macht. Die Systemleistung des Renault Boliden beträgt rund 950 PS. Unter Qualifying-Bedingungen kann Nico damit eine Höchstgeschwindigkeit von über 370 km/h erreichen. Sein Auto beschleunigt in gut 2,6 Sekunden von null auf 100 km/h und sorgt bei maximal 15.000 Umdrehungen pro Minute für eine Geräuschkulisse von 118 Dezibel.

2018 legt die Formel 1 ein besonderes Augenmerk auf die Antriebseinheiten, deren Laufzeit nochmals verlängert wurde. Waren im vergangenen Jahr für die komplette Saison noch je vier Komponenten erlaubt, müssen Nico und seine Fahrerkollegen in diesem Jahr mit je drei Verbrennungsmotoren, Turboladern und MGU-H-Einheiten sowie mit je zwei Energiespeichern, Elektronikpaketen und MGU-K-Einheiten auskommen. Damit sollen einerseits die Kosten reduziert werden, andererseits steigen so die Anforderungen an das Material. Technische Zuverlässigkeit, wofür auch DEKRA steht, ist für den Erfolg auf der Rennstrecke also unerlässlich.

Und das an insgesamt 21 Rennwochenenden auf fünf Kontinenten: Mehr Rennen pro Jahr hat die Formel 1 in ihrer fast 70-jährigen Geschichte noch nie bestritten. Erstmals überhaupt werden mit Le Castellet (Frankreich), Spielberg (Österreich) und Silverstone (Großbritannien) gleich drei Grands Prix binnen nur zwei Wochen ausgetragen. Für Frankreich stellt das Rennen im Juni zugleich das Comeback im Formel 1-Kalender dar: Zum ersten Mal seit 2008 ist das Land wieder Austragungsort für einen Formel 1-WM-Lauf, in Le Castellet selbst wurde zuletzt 1990 gefahren. Auch Deutschland ist nun wieder dabei: Nach einem Jahr Pause ist – wie 2016 – erneut der Hockenheimring der Schauplatz für das Rennen. Den Grand Prix von Malaysia gibt es hingegen nicht mehr, da der Formel 1-Vertrag dort vorzeitig aufgekündigt wurde. Das Land fehlt somit erstmals seit 1999 im Rennkalender.

Auch auf Seiten der Fahrer gab es Abschiede: Felipe Massa, WM-Zweiter von 2008 und langjähriger Teamkollege von Michael bei Ferrari, hat seine Karriere im Anschluss an die Saison 2017 beendet. Sein Williams Cockpit übernimmt der Russe Sergei Sirotkin, der wie Charles Leclerc aus Monaco seine erste Formel 1-Saison bestreitet. Der Deutsche Pascal Wehrlein kehrt in die DTM zurück, bleibt aber Test- und Ersatzfahrer des Mercedes-Rennstalls in der Formel 1. Mit Nico bei Renault und dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel bei Ferrari starten 2018 nur zwei deutsche Stammpiloten. Insgesamt haben sich zehn Teams mit jeweils zwei Fahrern und Fahrzeugen für die Formel 1-Saison 2018 eingeschrieben. Titelverteidiger sind Lewis Hamilton in der Fahrerwertung und Mercedes in der Konstrukteurswertung.

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